Schlafen im Weltall

Schlafen im Weltall

Zusammenfassung: „Schlafen im Weltall" in drei Sätzen

Auf der Raumstation gibt es kein Oben und kein Unten, und deshalb gibt es auch keine Betten.

Astronauten schlafen in Schlafsäcken, die an der Wand festgemacht sind, mit den Armen vor der Brust, weil die Arme sonst von allein hochschweben.

Und alle neunzig Minuten geht draußen die Sonne auf.

Schlafen im Weltall – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Auf der Erde legt man sich zum Schlafen hin.

Man braucht dafür etwas Waagerechtes: ein Bett, ein Sofa, im Notfall den Boden.

Im Weltall gibt es nichts Waagerechtes.

Genauer gesagt: Es ist alles waagerecht, und gleichzeitig nichts, weil es kein Unten gibt, in das man fallen könnte.

Wenn man sich auf der Raumstation einfach hinlegen würde, würde man langsam wegschweben, gegen eine Wand stoßen, wieder wegschweben, und irgendwann würde man in einem Lüftungsschacht aufwachen.

Deshalb gibt es Schlafkabinen.
Eine Schlafkabine auf der Raumstation Eine Schlafkabine ist ungefähr so groß wie eine Telefonzelle.

Darin hängt ein Schlafsack.

Er hängt nicht wie bei uns — er ist mit Gurten an der Wand festgemacht, und man steigt hinein und macht ihn zu, und dann kann man nicht mehr wegschweben.

Ob die Kabine dabei „aufrecht" steht oder „auf der Seite liegt", ist vollkommen egal. Es gibt Astronauten, die schlafen mit dem Kopf in Richtung Erde, und andere, die es genau andersherum machen.

Es fühlt sich gleich an.

Das ist einer der Sätze über das Weltall, die man erst glaubt, wenn man sie dreimal gehört hat.
Der Schlafsack wird zugemacht Es gibt noch eine Sache.

Wenn ein Mensch in der Schwerelosigkeit entspannt, gehen die Arme von selbst nach vorn und leicht nach oben.

Das heißt: Wer im Weltall einschläft, sieht aus wie ein Zombie.

Die Arme schweben vor der Brust, die Finger sind halb gekrümmt, und wenn jemand nachts vorbeikommt und die Kabinentür offen steht, ist das ein sehr komischer Anblick.

Manche Astronauten stecken die Arme deshalb mit in den Schlafsack.

Andere lassen sie draußen und finden es angenehm.
Im Schlaf schweben die Arme nach vorn Und dann ist da noch das Fenster.

Die Raumstation fliegt in vierhundert Kilometern Höhe und braucht für eine Runde um die Erde neunzig Minuten.

Neunzig Minuten.

Das bedeutet: In jeder Nacht, die ein Astronaut schläft, geht draußen ungefähr sechzehnmal die Sonne auf und wieder unter.

Deshalb haben die Kabinen keine Fenster, jedenfalls nicht dort, wo der Kopf ist.

Wer trotzdem hinausschauen will, tut das vorher.

Es gibt eine Kuppel mit sieben Fenstern, und darin hängen abends oft Leute und schauen einfach hinunter, so wie man zu Hause aus dem Fenster schaut, nur dass unten die Erde vorbeizieht.

Dann steigen sie in ihren Schlafsack und machen ihn zu.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schlafen sie noch heute da oben.
Sonnenaufgang über der Erde Abends in der Aussichtskuppel Die Moral von „Schlafen im Weltall"

Das ist keine erfundene Geschichte, sondern eine Beschreibung. Alles darin stimmt: die Schlafkabine, die Gurte, die schwebenden Arme, die sechzehn Sonnenaufgänge.

Für den Abend eignet sie sich besonders gut, weil sie die eigene Schlafsituation von außen zeigt: Wir liegen waagerecht in einem Bett, unter einer Decke, und draußen geht die Sonne nur einmal auf.

Das ist erstaunlich bequem, wenn man einmal darüber nachgedacht hat.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum gibt es auf der Raumstation keine Betten?

    Weil es dort kein Oben und kein Unten gibt und deshalb auch nichts Waagerechtes. Wer sich einfach hinlegen würde, schwebte langsam weg, stieße gegen eine Wand, schwebte wieder weg — und wachte irgendwann in einem Lüftungsschacht auf.

  2. 2Wie sieht eine Schlafkabine aus?

    Ungefähr so groß wie eine Telefonzelle. Darin hängt ein Schlafsack, der mit Gurten an der Wand festgemacht ist. Man steigt hinein, macht ihn zu — und dann kann man nicht mehr wegschweben.

  3. 3Ist es wichtig, ob die Kabine aufrecht steht oder auf der Seite liegt?

    Nein, das ist vollkommen egal. Manche Astronauten schlafen mit dem Kopf in Richtung Erde, andere genau andersherum. Es fühlt sich gleich an.

  4. 4Warum sieht ein schlafender Astronaut aus wie ein Zombie?

    Weil in der Schwerelosigkeit die Arme von selbst nach vorn und leicht nach oben gehen, wenn ein Mensch entspannt. Die Finger sind dabei halb gekrümmt. Manche stecken die Arme deshalb mit in den Schlafsack, andere lassen sie draußen und finden es angenehm.

  5. 5Warum haben die Kabinen dort, wo der Kopf ist, keine Fenster?

    Weil die Raumstation für eine Runde um die Erde nur neunzig Minuten braucht — in einer Nacht geht draußen also ungefähr sechzehnmal die Sonne auf und wieder unter. Wer hinausschauen will, tut das vorher, in einer Kuppel mit sieben Fenstern.

Wörter aus der Geschichte

waagerecht
flach wie eine Tischplatte, weder nach oben noch nach unten geneigt
Schwerelosigkeit
wenn nichts mehr nach unten fällt, sondern alles frei schwebt
Schlafkabine
ein winziges Zimmerchen, in dem man schläft
Lüftungsschacht
ein Rohr in der Wand, durch das die Luft strömt
Kuppel
ein rundes Dach wie eine umgedrehte Schüssel

Zum Weitererzählen

  • Würdest du lieber mit dem Kopf zur Erde schlafen oder genau andersherum?
  • Sechzehn Sonnenaufgänge in einer Nacht — wäre das schön oder eher anstrengend?
  • Was würdest du aus der Kuppel mit den sieben Fenstern am längsten anschauen?
  • Wenn du dein Bett heute Nacht an die Wand hängen könntest — würdest du es ausprobieren?
Wenn heute nach oben geschaut wurde

Band 2 – Die schwebende Stadt

Hoch hinaus geht es auch in Band 2: Eine alte Karte führt Emil und Henry zu einer Stadt, die über den Wolken schwebt – und zum ersten richtigen Gegenspieler der Reihe.

Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €

Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Drei Minuten Sachgeschichte, die genau vom Schlafen handelt. Es passiert nichts Aufregendes, und der letzte Absatz ist ein Blick aus dem Fenster auf die Erde.

Warum „Schlafen im Weltall" zum Einschlafen passt

Die Geschichte ist eine Sachgeschichte und stimmt in allen Punkten. Sie eignet sich gut für Kinder, die abends gern noch etwas wissen wollen.

Nach dem Vorlesen lohnt sich ein Blick aufs eigene Bett: waagerecht, mit Decke, ohne Gurte. Das macht das eigene Schlafen kurz zu etwas Besonderem.

Wenn „Schlafen im Weltall" gefallen hat

Mehr davon unter Sternen- und Mondgeschichten und Geschichten zum Einschlafen.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: In Band 2 von Ritter Emil & Zauberer Henry geht es in eine Stadt über den Wolken.

Häufige Fragen zu Schlafen im Weltall

Worum geht es in „Schlafen im Weltall"?

Die Geschichte erklärt, wie Astronauten auf der Raumstation schlafen: in Schlafsäcken an der Wand, mit schwebenden Armen und sechzehn Sonnenaufgängen pro Nacht.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Stimmt das alles?

Ja. Es ist eine Sachgeschichte, alles darin ist so, wie es auf der Raumstation wirklich ist.

Passt sie als Einschlafgeschichte?

Sehr gut. Sie handelt vom Schlafen und endet mit einem Blick auf die Erde.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

Morgen Abend weiterlesen? Ritter Emil und Zauberer Henry gibt es gedruckt – sechs Bände zum Vorlesen ab vier Jahren, alle sechs zusammen 79,00 € statt 90,00 €.

Noch mehr Geschichten für heute Abend

Diese Geschichte ist eine von 214 kostenlosen Gute-Nacht-Geschichten auf emhema.de – alle zum Vorlesen und als PDF zum Ausdrucken.

  • Den 23. mit Kugelschreiber eingetragen

    Der längste Dezember

    7 Minuten Vorlesezeit

    Im Jahr, in dem Mattea zwölf wird, dauert der Dezember gefühlt neun Wochen. Es liegt daran, dass ihr Vater seit August in einer anderen Stadt arbeitet und erst am 23. kommt. Die drei...

  • Drei Wochen alt und über der Heizung

    Der Kranz, der zu früh brannte

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am vierten Advent brennen vier Kerzen auf einem Kranz, der seit drei Wochen auf der Heizung steht. Als alle kurz in der Küche sind, fängt er an zu brennen. Was dann passiert, dauert ...

  • Neunzig Minuten, immer gleich

    Der zweite Advent bei Frau Kroll

    4 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr am zweiten Advent besucht Familie Doric die Nachbarin von gegenüber, und jedes Jahr findet Elin das schrecklich. In diesem Jahr fällt der Besuch aus, weil Frau Kroll im Kr...

  • Der Dezember ist der längste Monat

    Warten ist ein Beruf

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am 2. Dezember erklärt Jost, dass Warten das Schlimmste sei, was es gibt. Sein Onkel, der bei der Bahn arbeitet, widerspricht ihm. Er zeigt ihm etwas, das Jost danach vier Wochen lan...

  • Der Kranz steht in der Mitte

    Das Wachs auf dem Tisch

    3 Minuten Vorlesezeit

    Am dritten Advent kippt eine Kerze um, und auf dem Esstisch liegt ein Fleck aus rotem Wachs. Der Tisch gehört der Familie seit vier Generationen. Was danach passiert, ist deutlich we...

  • Sechs Sorten auf dem Tisch

    Die Plätzchen, die keiner mochte

    3 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr backt Oma Rethmeier Anisplätzchen, und jedes Jahr isst sie niemand. In diesem Jahr sagt es ihr jemand. Was dann passiert, hätte niemand vorhergesehen.