Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist

Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist

Zusammenfassung: „Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist" in drei Sätzen

Am 6. Dezember behauptet Juri im Kindergarten, der Nikolaus und der Weihnachtsmann seien derselbe.

Fenna sagt, das stimme nicht, kann aber nicht erklären, warum.

Am Abend erklärt es ihr jemand, der es wissen muss, und die Erklärung ist besser als der Streit.

Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Der Streit fing an der Garderobe an und dauerte bis zum Mittagessen.

Juris Argument war: beide alt, beide Bart, beide rot, beide bringen was.

Fennas Argument war: nein.

Das ist kein starkes Argument, und sie wusste das selbst. Sie wusste nur ganz sicher, dass es nicht dasselbe ist, so wie man weiß, dass eine Amsel keine Krähe ist, auch wenn beide schwarz sind und fliegen.

Am Nachmittag fragte sie ihre Oma, die früher in einer Kirche gearbeitet hat und die Sorte Mensch ist, die auf so eine Frage nicht mit „ist doch egal" antwortet.
Der Streit fängt an der Garderobe an Die Oma nahm ein Blatt Papier und machte zwei Spalten.

Links schrieb sie: Nikolaus.

Er hat gelebt. Im 4. Jahrhundert, in Myra, das liegt in der heutigen Türkei. Er war Bischof. Er ist am 6. Dezember gestorben, deshalb ist an diesem Tag Nikolaus. Er kommt in Bischofskleidung: hohe Mütze, das ist die Mitra, und ein Stab mit einer Krümmung oben. Er schenkt heimlich, weil er in der bekanntesten Legende Gold durch ein Fenster geworfen hat und weggelaufen ist. Er kommt nicht in die Wohnung, sondern lässt etwas im Stiefel.

Rechts schrieb sie: Weihnachtsmann.

Er hat nicht gelebt. Er ist eine Figur, die im 19. Jahrhundert entstanden ist — aus dem Nikolaus, aus alten Winterfiguren und aus Bildern in Zeitungen und Werbung. Er kommt am 24. oder 25. Dezember. Er trägt einen roten Mantel mit weißem Rand, keine Mitra und keinen Stab. Er kommt ins Haus, meistens durch den Kamin, in Häusern, die gar keinen haben.

Fenna las beide Spalten zweimal.

Dann sagte sie: „Und das Christkind?"

Ihre Oma sagte, dafür brauche man ein zweites Blatt.
Die Oma macht zwei Spalten Das zweite Blatt war kürzer.

Das Christkind bringt in vielen Gegenden Deutschlands die Geschenke an Heiligabend, vor allem im Süden und Westen. Es ist keine alte Figur — es ist ungefähr fünfhundert Jahre alt und wurde damals ausdrücklich als Gegenvorschlag zum Nikolaus eingeführt.

Das heißt: Nikolaus war zuerst da, dann kam das Christkind, dann der Weihnachtsmann.

„Und wer bringt jetzt was?"

Ihre Oma sagte, das sei je nach Gegend und je nach Familie verschieden, und dass es dafür keine richtige Antwort gebe, sondern nur eine für jedes Haus.

Fenna fand das erst unbefriedigend und dann in Ordnung.
Nikolaus kommt mit Mitra und Stab Am nächsten Tag hat sie es Juri erklärt, mit dem Blatt Papier, an der Garderobe.

Juri hat gesagt, das sei ihm zu kompliziert.

Fenna hat gesagt, das sei nicht kompliziert, das seien nur zwei verschiedene Sachen, und man müsse eben zwei Sachen wissen statt einer.

Sie haben sich danach nicht mehr gestritten, und Juri hat das Blatt behalten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann hängt es noch heute an einer Pinnwand.
Der Weihnachtsmann kommt mit rotem Mantel Zwei Spalten auf einem Blatt Papier Am nächsten Tag erklärt Fenna es Juri Die Moral von „Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist"

Fenna hatte von Anfang an recht und konnte es trotzdem nicht erklären. Das ist ein unangenehmer Zustand und ein sehr häufiger.

Sie hat ihn nicht dadurch beendet, dass sie lauter wurde, sondern dass sie jemanden gefragt hat, der es wusste.

Danach war es nicht mehr ihre Meinung gegen seine. Es waren zwei Spalten auf einem Blatt Papier.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Worüber streiten Juri und Fenna an der Garderobe?

    Juri behauptet, der Nikolaus und der Weihnachtsmann seien derselbe: beide alt, beide Bart, beide rot, beide bringen was. Fennas Argument ist nur: nein — und sie weiß selbst, dass das kein starkes Argument ist.

  2. 2Warum fragt Fenna ausgerechnet ihre Oma?

    Ihre Oma hat früher in einer Kirche gearbeitet und ist die Sorte Mensch, die auf so eine Frage nicht mit „ist doch egal“ antwortet. Sie nimmt ein Blatt Papier und macht zwei Spalten.

  3. 3Was schreibt die Oma in die linke Spalte, zum Nikolaus?

    Dass er wirklich gelebt hat, im 4. Jahrhundert in Myra, das heute in der Türkei liegt. Er war Bischof, ist am 6. Dezember gestorben, kommt in Bischofskleidung mit Mitra und Stab, schenkt heimlich und lässt etwas im Stiefel, statt in die Wohnung zu kommen.

  4. 4Und was steht in der rechten Spalte, beim Weihnachtsmann?

    Dass er nicht gelebt hat. Er ist eine Figur aus dem 19. Jahrhundert, entstanden aus dem Nikolaus, aus alten Winterfiguren und aus Bildern in Zeitungen und Werbung. Er trägt einen roten Mantel mit weißem Rand und kommt meistens durch den Kamin — auch in Häusern, die gar keinen haben.

  5. 5Was erfährt Fenna auf dem zweiten Blatt über das Christkind?

    Dass es in vielen Gegenden, vor allem im Süden und Westen, an Heiligabend die Geschenke bringt. Es ist ungefähr fünfhundert Jahre alt und wurde damals ausdrücklich als Gegenvorschlag zum Nikolaus eingeführt — erst war also der Nikolaus da, dann das Christkind, dann der Weihnachtsmann.

Wörter aus der Geschichte

Bischof
jemand, der in der Kirche eine besonders wichtige Aufgabe hat
Mitra
die hohe spitze Mütze, die ein Bischof bei Festen trägt
Garderobe
der Platz, an dem im Kindergarten die Jacken und Schuhe hängen
Kamin
die Stelle im Haus, in der ein Feuer brennt, mit einem Rohr nach oben
Pinnwand
eine weiche Tafel an der Wand, an die man Zettel steckt

Zum Weitererzählen

  • Fenna hatte recht und konnte es trotzdem nicht erklären. Kennst du dieses Gefühl?
  • Bei euch zu Hause — wer bringt eigentlich die Geschenke, und seit wann ist das so?
  • Juri sagt, ihm sei das zu kompliziert. Findest du zwei Sachen zu wissen schwerer als eine?
  • Wenn du ein Blatt mit zwei Spalten machen dürftest — welche zwei Dinge würdest du nebeneinanderstellen?
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Diese Geschichte vor dem 6. Dezember vorlesen

Vier Minuten. Ein Streit unter Kindern, der friedlich endet, und nebenbei eine Erklärung, die Erwachsene oft selbst nicht parat haben.

Warum „Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist" zum Einschlafen passt

Die Angaben stimmen: Nikolaus von Myra ist eine historische Person des 4. Jahrhunderts; der Weihnachtsmann in seiner heutigen Gestalt ist eine Figur des 19. Jahrhunderts, geprägt durch Bilder, Gedichte und später Werbung. Das Christkind kam im 16. Jahrhundert auf, ausdrücklich als Alternative zum Nikolaus.

Die Geschichte nimmt keiner Familie ihre Version weg. Wer bei Ihnen was bringt, bleibt offen — die Oma sagt ausdrücklich, dass es dafür keine allgemeingültige Antwort gibt.

Wenn „Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist" gefallen hat

Mehr davon unter Nikolausgeschichten und Weihnachtsgeschichten für Kinder.

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Häufige Fragen zu Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist

Worum geht es in „Warum der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist"?

Zwei Kindergartenkinder streiten, ob Nikolaus und Weihnachtsmann dieselbe Person sind. Eine Großmutter klärt es mit zwei Spalten auf einem Blatt Papier.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa sechs Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Was ist der Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann?

Nikolaus hat gelebt, war Bischof in Myra und kommt am 6. Dezember mit Mitra und Stab. Der Weihnachtsmann ist eine Figur des 19. Jahrhunderts und kommt an Weihnachten.

Und das Christkind?

Es kam im 16. Jahrhundert auf, als Gegenvorschlag zum Nikolaus, und bringt vor allem im Süden und Westen die Geschenke an Heiligabend.

Nimmt die Geschichte uns unsere Version weg?

Nein. Sie sagt ausdrücklich, dass es je nach Gegend und Familie verschieden ist.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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