Der kleine Bär und der Herbstwald

Der kleine Bär und der Herbstwald

Es war ein kühler Herbstmorgen, und der kleine Bär wachte in seinem gemütlichen Bett auf. Durch das Fenster, das er sich in seiner kleinen Höhle gemacht hatte, konnte er die ersten goldenen Sonnenstrahlen sehen, die die bunten Blätter der Bäume erleuchteten. Der Herbst war endlich gekommen, und der Wald hatte sich in ein Meer aus rot, orange und gelb getaucht. Der kleine Bär streckte sich ausgiebig und schüttelte den Schlaf von sich. Heute war ein besonderer Tag – er wollte den Wald erkunden, um mehr über die Veränderungen im Herbst zu erfahren.

Als er aus seiner Höhle trat, schaute er neugierig in die weite, bunte Landschaft. Der Wald sah anders aus als sonst. Blätter wirbelten durch die Luft, und die frische Herbstluft roch nach Moos und feuchtem Boden. Der kleine Bär hatte noch nie so viel Veränderung auf einmal erlebt. Er wusste, dass es an der Zeit war, mehr zu entdecken und herauszufinden, was er tun musste, um sich auf den kommenden Winter vorzubereiten.

Der kleine Bär trottete fröhlich durch den Wald und betrachtete das bunte Laub, das unter seinen Pfoten raschelte. Es war ein schöner Tag, aber plötzlich blieb er stehen. Vor ihm saßen zwei kleine Eichhörnchen, die eifrig an einer großen Eichel knabberten. Sie sahen ihn neugierig an und winkten ihm zu.

Der kleine Bär und der Herbstwald – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 8 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

„Hallo, kleiner Bär!“, rief das eine Eichhörnchen fröhlich. „Hast du schon bemerkt, wie viele Nüsse der Herbst uns bringt? Wir sammeln sie, um uns für den Winter vorzubereiten!“

Der Bär setzte sich neugierig hin und blickte auf die Nüsse, die überall auf dem Boden lagen. Es war wirklich erstaunlich, wie viele Nüsse der Herbst hervorgebracht hatte. „Oh, das ist ja viel!“, staunte der kleine Bär. „Was macht ihr damit?“

„Wir sammeln sie in unseren Vorrat und verstecken sie an verschiedenen Orten“, erklärte das Eichhörnchen, „so haben wir genug zu essen, wenn der Winter kommt und der Boden tiefgefroren ist.“

Gerade als der kleine Bär nachdachte, hörte er ein leises Kichern. Zwei kleine Mäuse trippelten mit kleinen Körbchen voller Nüsse auf ihn zu. „Hallo, Bär!“, riefen sie gleichzeitig. „Wir zeigen dir, wie wir unsere Vorräte verstecken!“ Die beiden Mäuse schoben ihre Körbchen mit Nüssen vorsichtig unter einen großen Farn.

„Seht ihr, wir machen es wie die Eichhörnchen“, sagte eine der Mäuse. „Wir verstecken unsere Vorräte an sicheren Orten, damit niemand sie findet.“

Der kleine Bär nickte eifrig. Er war sehr beeindruckt von den vielen Vorbereitungen, die die Tiere im Wald trafen. „Das klingt alles sehr schlau. Aber was mache ich, wenn der Winter kommt und ich schlafen muss?“, fragte er nachdenklich.
Der kleine Bär und der Herbstwald „Ah, das ist eine sehr gute Frage!“, sagte das andere Eichhörnchen mit einem Lächeln. „Du solltest dich nach einem gemütlichen Ort für den Winterschlaf umsehen. Wir Eichhörnchen schlafen nicht den ganzen Winter, aber du, Bär, brauchst einen warmen Platz.“

Während die Tiere weiter ihre Nüsse sammelten und dem kleinen Bären erklärten, was sie taten, bemerkte er plötzlich, dass der Himmel sich veränderte. Dunkle Wolken zogen schnell auf, und der Wind begann, kräftiger zu wehen. Die Blätter wirbelten durch die Luft, und der kleine Bär schaute neugierig zum Himmel.

„Oh, es sieht aus, als ob ein Regen kommt!“, rief das andere Eichhörnchen. „Es wird stürmisch, aber keine Sorge, es wird bald vorbeigehen.“

Der kleine Bär stellte sich auf seine Hinterpfoten und beobachtete fasziniert, wie die Wolken den Himmel verdunkelten. Es war, als ob die ganze Welt in Bewegung war. Der Wind heulte, und die Bäume rauschten. Der kleine Bär war neugierig, wie der Wald mit solchen Stürmen umging.

„Das ist die Zeit, in der wir uns alle etwas verstecken müssen“, sagte das Eichhörnchen. „Wir suchen uns sichere Ecken im Wald, bis der Sturm vorbei ist.“

Der kleine Bär nickte und spürte, wie der Regen begann, gegen die Bäume zu prasseln. Doch die Tiere des Waldes waren alle klug und wussten, wie sie sich vorbereiten mussten.
Der kleine Bär und der Herbstwald Nachdem der Regen sich gelegt hatte und der Wind sich wieder beruhigt hatte, spürte der kleine Bär, dass es Zeit war, einen sicheren Ort zu finden, an dem er für den Winter schlafen konnte. Plötzlich erinnerte er sich an eine kleine Höhle, die er oft auf seinen Spaziergängen durch den Wald gesehen hatte. Vielleicht war sie der perfekte Ort für seinen Winterschlaf.

Der kleine Bär machte sich auf den Weg, und je näher er der Höhle kam, desto mehr andere Tiere entdeckte er. In der Höhle war es warm und gemütlich, und als der Bär eintrat, sah er viele Tiere, die sich dort versammelten, um sich vor dem Winter zu schützen.

„Willkommen, kleiner Bär!“, rief eine freundliche Eule, die in der Ecke der Höhle saß. „Wir haben schon auf dich gewartet!“

Der kleine Bär setzte sich in die Höhle, und die Tiere erzählten ihm von ihren Vorbereitungen für den Winter. Die Eichhörnchen hatten ihre Nüsse in einem sicheren Winkel der Höhle versteckt. Die Mäuse hatten kleine Weidenkörbe mit Stroh gefüllt und sich darin eingerichtet. Es war ein Ort des Wohlstands, an dem jeder für den Winter vorgesorgt hatte.

„Hier wirst du gut schlafen können, kleiner Bär“, sagte die Eule. „Der Winter ist eine Zeit der Ruhe und des Friedens. Du musst dir keine Sorgen machen, hier bist du sicher.“
Der kleine Bär und der Herbstwald Der kleine Bär fühlte sich plötzlich so wohl und geborgen in der Höhle. Die Tiere rund um ihn waren freundlich und hilfsbereit, und er wusste jetzt, dass er alles tun konnte, um sich auf den Winter vorzubereiten.

Der Winter kam langsam, und der kleine Bär spürte, wie die kalten Nächte die Luft durchzogen. Doch in der Höhle war es immer warm und gemütlich. Die anderen Tiere waren genauso vorbereitet wie er, und alle fühlten sich sicher.
Eines Nachts, als die letzten Blätter vom Wind weggeweht wurden, legte sich der kleine Bär in seinem gemütlichen Nest nieder. Die anderen Tiere um ihn herum schnarchten leise.

„Gute Nacht“, flüsterte der kleine Bär. „Ich bin bereit für den Winterschlaf.“

Und so begann der Winterschlaf des kleinen Bären. Er wusste, dass er in den kommenden Monaten nur schlafen und von den kühleren Tagen träumen musste. Wenn der Frühling kam, würde er wieder aus seiner Höhle aufwachen und einen neuen Tag im Wald erleben.

Ende

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was fällt dem kleinen Bären auf, als er aus seiner Höhle tritt?

    Der Wald sieht anders aus als sonst: Er hat sich in ein Meer aus rot, orange und gelb getaucht. Blätter wirbeln durch die Luft, und die frische Herbstluft riecht nach Moos und feuchtem Boden.

  2. 2Was machen die zwei Eichhörnchen mit den vielen Nüssen?

    Sie sammeln sie in ihren Vorrat und verstecken sie an verschiedenen Orten. So haben sie genug zu essen, wenn der Winter kommt und der Boden tiefgefroren ist.

  3. 3Was zeigen die beiden Mäuse dem kleinen Bären?

    Sie trippeln mit kleinen Körbchen voller Nüsse heran und schieben sie vorsichtig unter einen großen Farn. So machen sie es wie die Eichhörnchen und verstecken ihre Vorräte an sicheren Orten.

  4. 4Was passiert, als der Himmel sich verändert?

    Dunkle Wolken ziehen auf, der Wind heult, die Bäume rauschen und der Regen prasselt. Das Eichhörnchen sagt, das sei die Zeit, in der sich alle etwas verstecken müssen — man sucht sich sichere Ecken im Wald, bis der Sturm vorbei ist.

  5. 5Wer begrüßt den kleinen Bären in der warmen Höhle?

    Eine freundliche Eule, die in der Ecke sitzt und ruft: „Willkommen, kleiner Bär! Wir haben schon auf dich gewartet!“ Sie sagt ihm, der Winter sei eine Zeit der Ruhe und des Friedens und hier sei er sicher.

Wörter aus der Geschichte

Winterschlaf
wenn ein Tier den ganzen Winter über durchschläft
Vorrat
gesammeltes Essen, das man für später aufhebt
Farn
eine Pflanze mit großen gefiederten Blättern, die im Wald wächst
Eichel
die kleine Frucht der Eiche mit einem Hütchen obendrauf
Weidenkörbe
aus biegsamen Zweigen geflochtene Körbe

Zum Weitererzählen

  • Der kleine Bär fragt die anderen Tiere, statt alles allein herauszufinden. Was ist daran klug?
  • Eichhörnchen schlafen nicht den ganzen Winter, Bären schon. Warum machen Tiere das wohl so unterschiedlich?
  • In der Höhle sitzen viele verschiedene Tiere zusammen. Wie fühlt sich das für den kleinen Bären an?
  • Wenn du dir für einen langen Winter ein Nest bauen dürftest — was müsste unbedingt hinein?
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Der kleine Bär und der Herbstwald vorlesen – so wird der Abend rund

Diese Geschichte hat einen Rhythmus, den man beim Vorlesen nutzen kann: Sie wird von Absatz zu Absatz langsamer, so wie der Wald selbst zur Ruhe kommt. Am Anfang springt der kleine Bär durch raschelndes Laub, am Ende liegt er in seiner Höhle. Wer mitgeht und immer leiser wird, hat am Schluss ein Kind, das schon halb schläft. Nebenbei erklärt die Geschichte, warum Tiere im Herbst so viel fressen und wohin sie im Winter verschwinden.

Warum „Der kleine Bär und der Herbstwald" zum Einschlafen passt

Es gibt keinen Konflikt und keine Gefahr – die Spannung liegt allein darin, ob der kleine Bär rechtzeitig fertig wird, und das klärt sich sanft. Für Kinder, die abends leicht aufdrehen, ist das genau die richtige Bauart.

Der letzte Absatz ist ein Einschlafbild par excellence: Die anderen Tiere schnarchen leise, der Bär sagt „Gute Nacht" und weiß, dass der Frühling kommt. Wer diesen Satz zuletzt liest, braucht meist nichts mehr hinzuzufügen.

Wenn „Der kleine Bär und der Herbstwald" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Der kleine Bär und der Herbstwald

Worum geht es in „Der kleine Bär und der Herbstwald"?

Ein kleiner Bär erkundet den Wald an einem letzten Herbsttag, sieht die Veränderungen um sich herum und legt sich am Ende zum Winterschlaf.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa acht Minuten.

Ab welchem Alter eignet sich die Geschichte?

Ab etwa drei bis vier Jahren. Sie kommt ohne Konflikt, ohne Bösewicht und ohne aufregende Stelle aus.

Lernt mein Kind dabei etwas über die Natur?

Ja, nebenbei: warum sich der Wald im Herbst verfärbt, warum Tiere Vorräte anlegen und was Winterschlaf bedeutet – eingebaut in die Handlung, nicht als Lehrblock.

Eignet sie sich zum Einschlafen?

Sehr gut. Die Geschichte wird von Absatz zu Absatz ruhiger und endet damit, dass alle Tiere schlafen.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos unter der Geschichte, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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