Der Osterhase mit dem kaputten Korb

Der Osterhase mit dem kaputten Korb

Zusammenfassung: „Der Osterhase mit dem kaputten Korb" in drei Sätzen

In der Nacht vor Ostern reißt dem Osterhasen an einem Zaun der Korbboden auf.

Die Eier fallen in ein Feld, verteilt über zweihundert Meter, und es ist halb drei.

Wer ihm hilft, ist eine Familie Igel, und die Bezahlung ist eine Kiste.

Der Osterhase mit dem kaputten Korb – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 5 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Der Osterhase arbeitet nachts.

Das muss so sein, weil die Eier morgens da sein müssen und weil niemand ihn sehen soll — nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil er sonst mit jedem reden müsste und dann nicht fertig wird.

Er fängt um elf an und ist gegen fünf durch.

In der Nacht auf Ostersonntag war er um halb drei am Ortsrand von Barlt, im dritten Garten von hinten, und sprang über einen Zaun.

Der Zaun hatte oben einen Draht, den er nicht gesehen hatte.

Der Draht riss den Korbboden auf.
Der Osterhase in der Nacht mit dem Korb Er merkte es sofort, weil ein leerer Korb sich anders trägt als ein voller.

Als er sich umdrehte, lagen hinter ihm Eier.

Nicht auf einem Haufen. Er war ja gelaufen — die Eier lagen auf ungefähr zweihundert Metern verteilt, im Gras, im Acker, in einem Graben, und es war Nacht und ein Feld ist groß.

Er zählte, was noch im Korb war.

Elf.

Er brauchte einhundertsechs.

Um halb drei morgens, mit einem Korb, der unten ein Loch hat.

Er hätte nach Hause fahren und neue holen können. Das Problem daran ist, dass in dieser Nacht noch neunzehn Gärten fehlten und der Weg nach Hause anderthalb Stunden dauert.
Der Draht reißt den Korbboden auf Er setzte sich hin.

Das ist eine unterschätzte Maßnahme. Wenn etwas schiefgegangen ist und man weiß nicht weiter, ist Hinsetzen fast immer besser als Weiterrennen.

Nach ungefähr einer Minute hörte er etwas.

Zuerst dachte er, es sei der Wind. Es war aber kein Wind, es war eine dieser stillen Aprilnächte, in denen man sein eigenes Atmen hört.

Es raschelte im Graben.

Dann kam ein Igel heraus, dann noch einer, dann drei kleinere.

Igel sind nachts unterwegs. Das ist ihre Zeit.

„Ist was?", fragte der große Igel.

Der Osterhase erklärte es.

Der große Igel schaute sich die zweihundert Meter an und sagte: „Wir riechen die."
Die Eier liegen über zweihundert Meter verteilt Das stimmte.

Igel haben eine ausgezeichnete Nase, und Schokolade riecht auch durch Folie.

Sie machten es so: Die Igel suchten, der Osterhase sammelte ein.

Ein Igel kann kein Ei tragen — er kann es nur finden und dann daneben stehen bleiben und schnauben, bis jemand kommt.

Das taten sie also. Fünf Igel schnaubten in einem Feld, und der Osterhase lief von einem zum nächsten.

Es dauerte bis Viertel nach vier.

Zwischendurch kam ein Ei nicht wieder zum Vorschein, obwohl der kleinste Igel genau davorstand und sehr überzeugt schnaubte. Es lag in einem Maulwurfshügel, was niemand vermutet hätte, und wurde erst beim dritten Nachschauen gefunden.

Sie fanden hundertvier.

Zwei sind bis heute nicht wieder aufgetaucht, und man muss davon ausgehen, dass sie irgendwann von einer Krähe gefunden wurden, die einen sehr guten Tag hatte.
Der Osterhase setzt sich hin Die Moral von „Der Osterhase mit dem kaputten Korb"

Der Osterhase kann die Eier nicht finden, weil es dunkel ist und Augen nachts nichts nützen. Die Igel können es, weil sie riechen — und weil sie ohnehin wach sind.

Keiner von beiden könnte es allein.

Für Kinder ist der schönste Teil die Bezahlung: Die Igel bekommen keine Schokolade, sondern eine Kiste mit Laub, weil man jemandem das schenkt, was er brauchen kann, und nicht das, was man selbst gut findet.

Und dass zwei Eier nie wieder aufgetaucht sind, gehört ausdrücklich dazu.
Die Igelfamilie kommt aus dem Graben Im Herbst baut er die Igelkiste Der Osterhase schaffte seine Runde noch, knapp, und war um zehn nach fünf fertig.

Den Korb hat er danach weggeworfen und einen neuen genommen, mit Metallboden, was schwerer ist und sich lohnt.

Und die Igel?

Igel wollen keine Schokolade. Schokolade ist für Igel sogar schlecht.

Sie bekamen etwas anderes: Der Osterhase baute ihnen vor dem Winter eine Kiste in die Hecke, aus Holz, mit einem Eingang seitlich und Laub darin, so wie man das für Igel macht.

Er hat sie selbst gebaut und ziemlich lange gebraucht.

Sie steht da heute noch, und jeden Winter schläft jemand darin.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liegen sie noch heute drin.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum arbeitet der Osterhase nachts?

    Weil die Eier morgens da sein müssen und weil ihn niemand sehen soll. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil er sonst mit jedem reden müsste und dann nicht fertig wird.

  2. 2Was passiert am Zaun am Ortsrand von Barlt?

    Oben auf dem Zaun war ein Draht, den er nicht gesehen hatte, und der riss den Korbboden auf. Als er sich umdrehte, lagen die Eier hinter ihm auf ungefähr zweihundert Metern verteilt, im Gras, im Acker und in einem Graben.

  3. 3Warum fährt der Osterhase nicht einfach nach Hause und holt neue Eier?

    In dieser Nacht fehlten noch neunzehn Gärten, und der Weg nach Hause dauert anderthalb Stunden. Also setzt er sich erst einmal hin, was fast immer besser ist als weiterrennen.

  4. 4Wie helfen die Igel beim Suchen?

    Igel haben eine ausgezeichnete Nase, und Schokolade riecht auch durch Folie. Ein Igel kann kein Ei tragen, er bleibt nur davor stehen und schnaubt, bis der Osterhase kommt. Bis Viertel nach vier fanden sie hundertvier Eier.

  5. 5Was bekommen die Igel als Bezahlung?

    Keine Schokolade, denn die ist für Igel sogar schlecht. Der Osterhase baut ihnen vor dem Winter selbst eine Kiste aus Holz in die Hecke, mit einem Eingang an der Seite und Laub darin.

Wörter aus der Geschichte

Korbboden
die untere Fläche eines Korbes, auf der alles liegt
Acker
ein großes Feld, auf dem ein Bauer etwas anbaut
Maulwurfshügel
ein kleiner Erdhaufen, den ein Maulwurf beim Graben nach oben schiebt
Geheimniskrämerei
wenn jemand aus allem ein Geheimnis macht
Laub
die abgefallenen Blätter von Bäumen und Sträuchern

Zum Weitererzählen

  • Wer wäre in dieser Nacht ohne den anderen nicht weitergekommen, der Osterhase oder die Igel?
  • Zwei Eier sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Was ist wohl mit ihnen passiert?
  • Warum ist eine Kiste mit Laub für einen Igel ein besseres Geschenk als Schokolade?
  • Was würdest du jemandem schenken, der dir geholfen hat, etwas, das er wirklich brauchen kann?
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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Fünf Minuten ohne Gefahr. Es geht etwas kaputt und wird wieder in Ordnung gebracht, und die Geschichte endet im Herbst bei einer Kiste voller Laub.

Warum „Der Osterhase mit dem kaputten Korb" zum Einschlafen passt

Die Geschichte enthält nebenbei einen richtigen Hinweis: Schokolade ist für Igel schädlich, und eine Igelkiste mit Laub ist eine gute Sache für den Garten.

Sie hat keinen Schreckmoment. Dass zwei Eier verschwunden bleiben, wird nüchtern erzählt und stört die meisten Kinder nicht — manche finden es sogar den besten Teil.

Wenn „Der Osterhase mit dem kaputten Korb" gefallen hat

Mehr davon unter Ostergeschichten für Kinder und Tiergeschichten.

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Häufige Fragen zu Der Osterhase mit dem kaputten Korb

Worum geht es in „Der Osterhase mit dem kaputten Korb"?

In der Nacht vor Ostern reißt dem Osterhasen der Korbboden auf, und hundert Eier liegen im Feld. Eine Igelfamilie hilft ihm suchen.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund fünf Minuten.

Geht die Geschichte gut aus?

Ja. Der Osterhase wird rechtzeitig fertig – nur zwei Eier bleiben verschwunden.

Dürfen Igel Schokolade fressen?

Nein, Schokolade ist für Igel schädlich. Das steht auch so in der Geschichte.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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