Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Den Mond. Nicht ansehen und nicht bewundern — haben. Diese runde weiße Scheibe am Himmel, die jede Nacht dasteht und einfach nichts tut, lässt ihr keine Ruhe.
In der ersten Nacht springt sie vom Gartenzaun, in der zweiten klettert sie aufs Garagendach, in der dritten bis ganz oben in den Kirschbaum, wo die Äste schwanken. In der vierten setzt sie sich hin und denkt nach, was Katzen selten tun.
Der Mond liegt scheinbar direkt vor ihren Pfoten. Sie macht sich flach, wackelt mit dem Hinterteil und schlägt zu — das Wasser ist kalt und geht ihr bis an die Brust, und der Mond zerbricht in hundert zappelnde Stücke.
Während sie Pfote für Pfote putzt, wird das Wasser hinter ihr wieder ruhig. Als sie sich umdreht, liegt der Mond wieder da — ganz.
Nicht zum Springen. Nur zum Danebensitzen. Sie hat begriffen, dass manche Dinge nicht dazu da sind, dass man sie fängt.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Wer bei dieser Geschichte in den Himmel geschaut hat, ist in Band 2 richtig: Emil und Henry finden eine alte Karte und steigen zu einer Stadt hinauf, die über den Wolken hängt.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €Motte will den Mond nicht ansehen, sie will ihn haben – dieser Unterschied steht gleich am Anfang und ist die ganze Geschichte. Drei Minuten, sehr kurze Sätze, trockener Humor. Der Satz, auf den alles zuläuft, lohnt eine kleine Pause davor: Manche Dinge sind nicht dazu da, dass man sie fängt, sondern dass man neben ihnen sitzt.
Drei Minuten, kein Gegner, kein Unglück – Motte fällt einmal in den Teich, und das ist die gesamte Dramatik. Kürzer und ruhiger geht es kaum.
Das Ende ist eines der schönsten dieser Sammlung: Motte schläft am Teichufer ein, wird morgens feucht und zufrieden ins Haus getragen – und geht in der nächsten Nacht wieder hin. Nicht zum Springen, nur zum Danebensitzen.
Weiter mit Der Stern, der sein Licht verlegt hatte, Das Einhorn, das nicht müde werden wollte und Gute Nacht, Bauernhof. Alles Kurze: kurze Geschichten unter vier Minuten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.
Die Katze Motte will den Mond haben. Sie springt, sie klettert, sie landet im Teich – und findet am Ende etwas Besseres als das Fangen.
Etwa drei Minuten.
Ab etwa drei Jahren. Kurze Sätze, kein Gegner, kein Unglück.
Dass manche Dinge nicht dazu da sind, dass man sie fängt, sondern dass man neben ihnen sitzt.
Sehr gut. Motte schläft am Teichufer ein, und die Geschichte endet damit, dass sie am nächsten Abend nur noch danebensitzt.
Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.